Haltung und Ernährung von Schildkröten

Vor allem für mediterrane Landschildkröten gilt, dass für die artgerechte Haltung eine dauerhafte Innen- bzw. Terrarienhaltung nicht geeignet ist. Diese Tiere sollten in einer Freianlage im Garten gehalten werden. Da es jedoch unter den hier zu Lande herrschenden Bedingungen für die Schildkröten meistens zu kalt und zu niederschlagsreich ist, sowie die Sonnenscheindauer zu gering ist, werden technische Hilfsmittel benötigt, um trockene Bereiche mit erhöhten Temperaturen zu schaffen.

Hier ist vor allem ein Frühbeetkasten mit Wärmelampe zu nennen. Für die Ernährung, die einen sehr wichtigen Faktor bei der Gesunderhaltung von Landschildkröten darstellt gilt, dass den Tieren ein vergleichbares Futterspektrum wie in der Natur aus verschiedenen Wiesenkräutern, Blütenpflanzen, Blättern, Samen und Wurzeln angeboten werden sollte. Die Art des Futters sollte den natürlichen Bedingungen angepasst werden - im Frühjahr mehr frische Jungpflanzen mit Blütenständen, im Sommer getrocknetes Wiesenheu und im Herbst frisches Grünfutter. Die dauernde Salatfütterung ist für diese Tiere völlig unzureichend.

Für die Haltung von Wasserschildkröten ist vor der Anschaffung der Tiere und der Einrichtung des Aquaterrariums anzuraten sich anhand der reichlich zur Verfügung stehenden Fachliteratur detailliert über die Bedürfnisse der entsprechenden Art zu belesen. Viele Arten, wie die genannten Rotwangen-Schmuckschildkröte und europäische Sumpfschildkröte können im Freiland gehalten werden, wenn ein entsprechender Teich zur Verfügung steht.
Falls es sich bei der gepflegten Art um Nahrungsspezialisten handelt, sollte auch die Möglichkeit zur Futterbeschaffung im Vorfeld geklärt werden. Wichtig ist auch für diese Tiere ein breitgefächertes Futterangebot und eine Haltung in gut strukturierten Aquaterrarien mit Landanteil.

(Quelle: Laboklin VetInfo)


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