Geburtshilfe & Neonatologie

Normalerweise ist das Muttertier von Natur in der Lage eine Geburt durchzustehen.

Vorausgesetzt das Muttertier ist während der Trächtigkeit optimal versorgt worden, d.h. es sollte von einem fachkundigen Tierarzt untersucht  und entsprechend prophylaktisch behandelt sein.

Allerdings ist es durchaus möglich, daß der Geburtsablauf durch irgendwelche äußeren und inneren Ursachen gestört wird. Züchter sind, dank ihrer Erfahrung, meistens in der Lage Störungen relativ früh zu erkennen. Unerfahrene Laien (Hobbyzüchter) übersehen oft die Warnanzeichen und greifen zu spät in den Geburtsprozeß ein. Besondere Schwierigkeiten bereiten die Anzeichen, die einen Geburtsbeginn anzeigen, da sie nicht immer sehr deutlich ausgeprägt sind. Erkennbar, daß die Geburt unmittelbar bevorsteht sind u.a. : Ausbildung des Gesäuges, Nestbau und Einschießen der Milch. Sind innerhalb von 24 Std. nach Eintritt dieser Symptome noch keine Wehen oder sonstige Geburtsanzeichen eingetreten, sollte unbedingt eine fachkundige Untersuchung stattfinden. Sind nach Beginn der Wehen nicht innerhalb von ca. 2 - 4 Std. keine Fortschritte in der Geburt zu erkennen (Fruchtwasser bzw. Blase bzw. grüner Ausfluß), ist ein schnellstmögliches tierärztliches Eingreifen erforderlich.

Die Versorgung der Welpen ist besonders wichtig, wenn die Hündin/Katze ihre normalen Versorgungshandlungen wie Aufbeißen der Fruchtblase, Abbeißen des Nabels und Belecken der Frucht nicht ausführt.  Hierbei muß der Mensch die Mutter ersetzen. Das heißt, Eröffnung der Fruchtblase, Unterbindung des Nabels, Befreiung der oberen Luftwege durch Absaugen, Massage und Reiben des Anus (Anregung der Atmung, der Durchblutung und des Verdauungstracktes).

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